Präambel

Diese Seite ist veraltet, ich habe sie etwa im Jahr 1999 verfasst. Seither haben sich die Ausgangsbedingungen für die wohl auch damals nicht mehr neue Idee dahingehend verschlechtert, als zahlreiche Post- und Bahnschalter geschlossen wurden und Internet, Drucker und Scanner dafür schon viel eher in allen Haushalten vorhanden sind.

multifunktionelle Handels- und Dienstleistungseinrichtungen in Landgemeinden

Nahversorgungsdefizite

Die Nahversorgungsdefizite im ländlichen Raum sind wohl hinreichend bekannt. Grund dafür ist zumeist, daß sich sehr kleine Unternehmensgrößen nicht rechnen, weil das Personal zuwenig ausgelastet ist. Das gilt nicht nur für den Einzelhandel, auch Postämter oder besetzte Bahnhöfe sind davon betroffen. Alle diese Dienste erfordern aber keineswegs so genaue Fachkenntnisse, daß man nicht das selbe Personal für mehrere Tätigkeiten einsetzen könnte.

kombinationsfähige Dienste

an kombinationsfähigen Dienstleistungen fiele mir folgendes ein:

Organisation und Anreize

Die Idee ist dermaßen simpel, daß ich da wohl sicher nicht als erster draufgekommen bin. Es dürfte also eher an organisatorischen Fragen hapern, evtl. auch am Gewerberecht, vielleicht müßte dazu der Beruf des "Universaldienstleisters" eingeführt werden. Denkbar wäre es aber auch, in Abhängigkeit von der Größe der Ortschaft, der Bevölkerungsdichte und der Entfernung zu den nächsten Nahversorgern Standorte für begünstigte Nahversorgungsunternehmen zu definieren. Diese könnten dann gewerberechtliche Ausnahmen bezüglich der ihnen gestatteten Dienste zugestanden bekommen. Als Betreiber wären engagierte Einzelunternehmer mit guten Ortskenntnissen und lokalen Lieferanten ideal, möglicherweise etwas gestärkt durch eine gemeinsame Marke auf Franchise-Basis. Zur Senkung der Fixkosten könnten die Betreiber dieser begünstigten Standorte auch von der Einkommenssteuer für maximal 3 oder 4 Angestellte befreit werden, bei der geringen Zahl an Standorten und Beschäftigten kann das kein großer Verlust an Steuereinnahmen sein. Diese Befreiung sollte aber an die Einhaltung eines maximal zulässigen Preisniveuas gekoppelt sein, denn es kommt oft genug vor, daß ein Ort zwar genug Nachfrage für einen Supermarkt mit normalem Preisniveau böte, dieser es aber vorzieht, mit hohen Preisen von den nicht-mobilen Ortsbewohnern abzukassieren, während die anderen mit dem Auto zum nächsten billigeren Supermarkt fahren. Im Ort wäre der beste Standort für einen solchen Universalladen eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs, am besten ein ohnehin ungenutztes Bahnhofsgebäude. Damit hätte man in einem Aufwaschen auch gleich einen geheizten Warteraum geschaffen und den Vandalismus bekämpft. Die öffnungszeiten könnte man auch möglichst so gestalten, daß auf Pendlerströme Rücksicht genommen wird, etwa von 6.30-9.00, 11.00-12.00 und 16.00-20.00. Damit könnte vermieden werden, daß die Pendler zu ungunsten der Nahversorgung ihre Erledigungen in der Hauptstadt besorgen und selbst heimschleppen. Im Postbereich wäre vielleicht noch insoferne eine Rationalisierung denkbar, als in ländlichen Gebieten die Gehstrecken oft einen großen Beitrag zum Austrageaufwand liefern. Da könnte man sicher für viele Haushalte das Postaustragen einsparen, und stattdessen am Bahnhof, wo ohnehin alle ÖV-Pendler vorbeikommen, Postfächer einrichten, selbstverständlich nur für die, die das auch wollen, vielleicht mit "zuckerln" wie bonus-briefmarken oder ermäßigte Zeitkarten für den öV.

Finanzierungsideen für den Nahverkehr

Der Wohnungsfairmieter

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