Tariflich wird diesen Gegebenheiten überhaupt nicht Rechnung getragen, Wien ist eine VOR-Zone, sie ist etwa doppelt- bis dreimal so groß, wie die Außenzonen. Relevant ist hierbei übrigens nicht die Fläche, sondern der Durchmesser, weil dieser ja die längstmögliche sinnvolle Fahrt mit einem Zonenfahrschein bildet. Es gibt immer wieder Stimmen, die es als ungerecht beklagen, daß eine Fahrt von Perchtoldsdorf nach Schönbrunn doppelt so viel kostet, wie von Liesing nach Floridsdorf, unlogischerweise wird das aber stets als Argument für eine weitere Vergrößerung der Kernzone verwendet, was zum selben Problem in verschärftem Ausmaß an der nächsten Zonengrenze führen würde. Die große Zone wirkt sich auch dahingehend aus, daß kurze Fahrten gleich teuer sind, wie längere Fahrten: Insbesondere die schnellen U-Bahn-Linien ziehen oft recht schnell nach ihrer Inbetriebnahme sehr viele Fahrgäste an, man wundert sich schnell, wie das früher mit der Straßenbahn zu bewältigen war. Die Lösung ist einfach: Die Leute fahren nicht öfter, sondern weiter, es geht schließlich gleich schnell wie eine kürzere Strecke mit der Tramway und kostet auch nicht mehr.
Die europaweite Chipkarte für den öffentlichen Verkehr
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